Pastor erklimmt Kirchturm nach verlorener Wette

Pastor erklimmt Kirchturm nach verlorener Wette.

© epd-bild/Kay Michalak

Pastor Christian Kopp kletterte nach 9 Minuten Aufstieg durch die Schallluke in den Turm der evangelischen Christuskirche in Syke bei Bremen hinein.

Pastor erklimmt Kirchturm nach verlorener Wette
Lautstark angefeuert von rund 500 Zuschauern hat Pastor Christian Kopp am Sonntag den Turm der evangelischen Christuskirche in Syke bei Bremen erklommen.

Bei typisch norddeutschem Schmuddelwetter kletterte er an einem Seil bis zum Glockenstuhl in rund 40 Metern Höhe, von Industriekletterern gesichert. Nach neun Minuten Aufstieg hangelte er sich unter dem Jubel seiner Fans durch die Schallluke in den Turm: "All die Menschen da unten haben mich hochgetragen", sagte der 41-jährige Theologe nach überstandenem Abenteuer. Hintergrund war eine verlorene Wette zugunsten der Kirchenmusik.

Pastor Christian Kopp kletterte nach verlorener Wette den 40 Meter hohen Kirchturm der evangelischen Christuskirche in Syke bei Bremen hinauf.

Am Ende war Kopp völlig außer Atem, strahlte aber über das ganze Gesicht. Unten vor der Kirchentür wurde er von Ehefrau Katja Hedel (42) und Tochter Ida (1) in Empfang genommen: "Ich habe ganz darauf vertraut, dass die Fachleute ihn sichern", sagte sie lachend. Kopp selbst war von Anfang an zuversichtlich, dass er es schaffen würde. "Dabei bin ich ziemlich unsportlich", räumte er ein. Trainiert hatte er auch nicht. Es hatte lediglich eine kurze Generalprobe in der Firma geben.

Mehr zu Kirchenmusik
Ein Chor singt im Altarraum einer Kirche.
Die Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und die Arbeitsstelle midi haben eine Studie zur "Sozioreligiösen Relevanz der Kirchenmusik" veröffentlicht. Wissenschaftler haben dafür die Bedeutung von Kirchenmusik am Beispiel der EKM erforscht.
Bischöfin Nora Steen
Das neue Andachtsheft "Tiefenklang" der Nordkirche hatte Anfang der Woche bei einer Andacht in der Kapelle des Christian-Jensen-Kollegs in Breklum Premiere. evangelisch.de hat mit Bischöfin und Heft-Schirmherrin Nora Steen gesprochen.

Kopp hatte nach Thomas-Gottschalk-Manier im März gewettet, dass der Förderverein es nicht schaffen werde, innerhalb eines Jahres 120 Personen dazu zu motivieren, mindestens jeweils 120 Euro zu spenden. Die Niederlage war einkalkuliert und erhofft. Sie stand Ende Oktober fest. Es kamen mehr als 18.500 Euro zusammen.

Er hatte sich gemeinsam mit dem Fundraiser des Kirchenkreises die Wette zugunsten des Fördervereins ausgedacht. Pro Jahr brauche der Verein rund 14.000 Euro für die Kirchenmusik, sagte Kopp. Die Gemeinde hat einen Posaunenchor, zwei Kinderchöre, einen Kirchenchor, einen Gospelchor und ein Blockflöten-Ensemble.